Die Möbelsammlung des Benrather Schlosses

Eine Besonderheit im Benrather Schloss stellt die umfangreiche Sammlung an höfischen Möbeln aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts dar.

Zum Teil gehören die Möbel noch zum Originalbestand des Schlosses um 1760. Wie beispielsweise reich geschnitzte Konsoltische, zierliche Pudertische und aufwendig marketierte (mit Einlegearbeiten verziert) Spieltische ebenso wie schlichte Kommoden und robuste Speisetische. Der größte Teil der ursprünglichen Möbel kam jedoch im Laufe der Jahrhunderte aus verschiedenen Gründen, wie beispielsweise wechselnde Besitzverhältnisse und Kriegswirren, abhanden. Daher wird der Bestand insbesondere seit der Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis heute durch Ankäufe aus dem Kunsthandel ergänzt. Die Möbel stammen zumeist aus dem pfälzischen Raum oder Frankreich, da auch Kurfürst Carl Theodor und seine Gemahlin Elisabeth Auguste solche Möbel schätzten und im 18. Jahrhundert für ihre Residenzen erwarben. In den vergangenen Jahrzehnten entstand so eine hochkarätige Sammlung mit einem recht breiten Spektrum an Möbeltypen wie z. B. unterschiedlichen Sitzmöbeln, Kommoden, Poudreusen, Schreibschränken, Konsoltischen, Kaminschirmen, Tischen. Gelegentlich können auch Möbel mit direktem Bezug zum Benrather Schloss erworben werden. So wurden in den vergangenen Jahren eine Kommode und ein Spieltisch des kurpfälzischen Hofschreiners Jakob Kieser angekauft. Außerdem fand ein zierlicher Damenschreibtisch, an dem sich noch heute ein alter Inventarzettel aus Benrath befindet, seinen Weg zurück ins Schloss.