Europäische Landschaftsgärten zwischen Kulturtransfer und Originalitätsanspruch

Kolloquium aus Anlass des 300. Geburtstages von Lancelot Capability Brown
(1716-1783)

Dienstag, 6. September 2016
9.00 bis 18.00 Uhr
Museum für Gartenkunst

Der Landschaftsgarten auf dem europäischen Kontinent ist das Resultat eines umfassenden Kulturtransfers von durchschlagendem Erfolg. Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein galt der englische Garten als das bevorzugte Stilmodell. Wie alle kulturellen Transfers dieser Art gingen mit der kontinentalen Adaption englischer Vorbilder Übertragungsverluste, Umdeutungen und Originalitätsansprüche einher, die eine eigene Dynamik freisetzten. Zu den blinden Stellen ist ausgerechnet der Gartenkünstler Lancelot Capability Brown zu rechnen, der in Deutschland nur Gartenforschern ein Begriff ist. Aus Anlass seines 300. Geburtstags widmet sich das eintägige Kolloquium einzelnen Aspekten des Landschaftsgartens auf dem europäischen Kontinent. Brown, in Großbritannien so etwas wie der Inbegriff englischer Gartenkunst, entwarf nicht nur eine Vielzahl an Gartenanlagen, sondern mit den Gärten in Stowe, Blenheim, Prior Park, Croome Court, Hampton Court usw. auch Schlüsselwerke der Gartenkunst.

Während die kontinentalen Zeitgenossen von Lancelot Capability Brown so gut wie keine Notiz nahmen, erkannte die deutsche Gartenhistorio-graphie Browns Bedeutung erst sehr spät. Sein Vorgänger William Kent, sein Zeitgenosse William Chambers und der eine Generation jüngere Humphry Repton wurden demgegenüber bereits zu Lebzeiten rezipiert wurden. Den Einfluss von Brown auf den kontinentalen Garten im engeren Sinne zu beleuchten und dabei die Möglichkeiten und Grenzen des Kulturtransfers am Beispiel des Landschaftsgartens zu reflektieren, stellt das Ziel dieses Kolloquiums dar.

Eintritt frei
Um Anmeldung wird gebeten: tagung(at)schloss-benrath.de

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