Naturkundemuseum

Das Naturkundemuseum im westlichen Flügelbau des Benrather Schlosses wurde 1929 von Studienrat Dr. Heinrich Opladen als Naturkundliches Heimatmuseum gegründet. Es befasste und befasst sich mit naturkundlichen Themen, die einen starken Lokalbezug haben, was das Museum bis zum heutigen Tag überregional einzigartig macht.

Nach dem zweiten Weltkrieg konnten die nach Burg an der Wupper ausgelagerten Bestände des Museums im Oktober 1945 zurückgeführt werden und bereits am 07. Oktober 1946 wurde das Museum wieder eröffnet. Da vergleichbare Museen in Köln oder Krefeld im Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut wurden, erfreute sich das Museum einem regen Besucherzustrom. 1952 wurde das Museum restauriert und die Ausstellungsfläche auf 800 m² erweitert.

Was es alles zu entdecken gibt…

In den folgenden Jahren wurden die zahlreichen Vitrinen und die bis ins kleinste Detail gestalteten Dioramen der typischen Lebensräume mit Fauna und Flora Nordrhein-Westfalens installiert. Diese entschleunigenden und lehrreichen Einblicke in die Naturräume des Umlandes zieht nach wie vor alle Besuchergruppen in ihren Bann.

Thematisch befassen sich die Dioramen mit verschiedenen Themen der heimischen Flora und Fauna, beginnend mit dem Verlauf des Rheins, den Wander- und Standfischen und der früheren Rheinfischerei. Auch die Zusammensetzung des Rheinkieses und die Herkunft der unterschiedlichen Gesteine, sowie die im Wasser des Rheins gelösten Stoffe werden behandelt. Neben dem Rhein selbst werden im Museum die Auenlandschaft und der Auwald thematisiert, da dies nicht nur für die Region, sondern auch als ganz besonderes Habitat ein wichtiges Thema ist.

Herzstück des Rundgangs und bei allen Besuchern beliebt ist die Vogeluhr, die die im Tagesverlauf singenden Vögel des Schlossparks erklingen lässt. Gemeinsam mit der Lichtstimmung animiert sie, am frühen Morgen an einer Vogelstimmenexkursion teilzunehmen oder sich einfach so in den Schlosspark zu begeben und zu versuchen, die eben im Museum gehörte Vogelstimme dem richtigen Vogel zuzuordnen.

Auch der Schlosspark selbst mit seinen Tieren und Pflanzen wird thematisiert. Auf einem Exkurs in die Ohligser Heide wird beschrieben, wie in einem Moor Torf entsteht und welche Pilze in der Ohligser Heide wachsen. Das Neandertal liegt unweit von Düsseldorf und neben den bekannten Fossilfunden des Neanderthalers  fand sich auch dort eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt, die leider durch den vorangetriebenen Kalksteinabbau stark eingeschränkt wurde. Heute ist das Neandertal ein Naturschutzgebiet und der frühere Artenreichtum soll in Zukunft durch verschiedene Maßnahmen wiedererlangt werden. Auch dieses spannende Naturschutzgebiet wird im Museum kurz beschrieben.Neben den diversen Pflanzengesellschafts- und Großlebensraumtypen, befassen sich die Dioramen des Hauses auch mit einzelnen besonderen Lebensräumen, wie der Hecke, dem Bach, oder auch dem Lebensraum Boden. Somit erhalten die Besucher einen konkreten Einblick in Bereiche ihrer Umwelt, die sie sonst nie sehen würden.

Spezielle Themen und besondere Formate

Die Sammlungen des Naturkundemuseums

Veröffentlichungen des Naturkundemuseums