Helmut Schweizer. Nature[continues]

Schweizers Werke aus fünf Jahrzehnten beleuchten eindrucksvoll das Spannungsfeld von Natur, Zeit und wissenschaftlichem Fortschritt. Seine experimentellen Pflanzenbilder machen Prozesse von Leben, Verfall und Veränderung sichtbar und eröffnen einen vielschichtigen Blick auf die Natur als schöpferische und zugleich zerstörerische Kraft.

Ausstellungsflyer
Plakat Motiv der Ausstellung Helmut Schweizer: nature [continues]

Laufzeit: 24. April bis 28. Juni 2026
Die Vernissage findet am 22. April 2026 im Ostflügel von Schloss Benrath statt. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung präsentiert eine umfassende Werkschau des in Düsseldorf lebenden Künstler Helmut Schweizer mit besonderem Fokus auf seine experimentellen Pflanzenbilder. In diesen Arbeiten konserviert Schweizer Pflanzen in verschweißten Kunststofffolien und macht so über Jahrzehnte hinweg Prozesse von Wachstum, Veränderung und Verfall sichtbar.

Gezeigt wird eine konzentrierte Auswahl aus fünf Jahrzehnten künstlerischen Schaffens. Schweizers Pflanzenbilder halten eindringliche Momentaufnahmen fest – sie erzählen von Naturentfesselung und Zerstörung, von wissenschaftlichem Fortschritt, von Gefahr und Hoffnung. Kaum ein anderer Künstler seiner Generation hat biochemische, physikalische und nukleare Aspekte der Natur so konsequent mit ästhetischer Reflexion verbunden.

Geboren 1946, gehört Schweizer zu einer Generation, deren Blick auf Natur und Fortschritt durch prägende historische Ereignisse geformt wurde – von den atomaren Katastrophen in Hiroshima bis Tschernobyl sowie den ökologischen Herausforderungen der Gegenwart. Seit den 1970er Jahren setzt er sich mit der Natur als schöpferischer und zugleich zerstörerischer Kraft auseinander.

Seine ungewöhnliche Methode, Pflanzen nicht zu pressen oder zu trocknen, sondern in transparente Polyethylen-Folien einzuschweißen, führte zu experimentellen Herbarien, die sich über Jahrzehnte hinweg zu faszinierenden Zeitkapseln entwickelt haben. Während einige Pflanzen langsam zerfallen, erscheinen andere nahezu unverändert und bewahren Spuren ihres Chlorophylls. So entstehen eindrucksvolle Bilder von Leben, Zeit und Vergänglichkeit. Die Arbeiten thematisieren Natur als eigengesetzliche, unberechenbare Macht – als Ursprung von Schönheit und Leben ebenso wie als Ort von Risiko und Zerstörung.

Neben der Präsentation im Museum für Gartenkunst wird die Ausstellung durch künstlerische Interventionen im Hauptgebäude von Schloss Benrath ergänzt. Dort ist die Werkserie Vom Unwägbaren. Sieben Feuerstätten – das Menetekel des 20. Jahrhunderts zu sehen, die die Auseinandersetzung mit Natur, Energie und menschlichen Eingriffen eindringlich erweitert.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband, der Schweizers Werk sowie seine besondere künstlerische Methode umfassend dokumentiert.

Ein Bild aus der Ausstellung Helmut Schweizer: nature[continues]

©SSPB, Fotograf: Mike Christian

Ein Bild aus der Ausstellung Helmut Schweizer: nature[continues]

©SSPB, Fotograf: Mike Christian

Ein Bild aus der Ausstellung Helmut Schweizer: nature[continues]

©SSPB, Fotograf: Mike Christian

Ein Bild aus der Ausstellung Helmut Schweizer: nature[continues]

©SSPB, Fotograf: Mike Christian

Ein Bild aus der Ausstellung Helmut Schweizer: nature[continues]

©SSPB, Fotograf: Mike Christian

Ein Bild aus der Ausstellung Helmut Schweizer: nature[continues]

©SSPB, Fotograf: Mike Christian