Museum für Gartenkunst

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DIE EUROPÄISCHE GARTENKUNST

in all ihren Facetten

Das Museum für Gartenkunst ist thematisch einzigartig, denn es widmet sich der europäischen Gartenkunst in all ihren Facetten. Neben einem Überblick über die rund 2.500-jährige Geschichte von Gärten werden verschiedene gartenkünstlerische Aspekte thematisiert: Blumenmoden, Skulpturen im Park, Gartenpläne, Gehölzschnittkunst, der Garten als Apotheke oder die Einfuhr seltener Pflanzen. Schloss Benrath mit seinen umfangreichen Gartenanlagen wird ebenso vorgestellt wie Düsseldorf als Gartenstadt mit einem beispielhaften Ausblick in aktuelle gartenkünstlerische Gestaltungstendenzen. 

Gemälde, Skulpturen, Porzellane, Grafiken, Geräte und kostbare Bücher verbinden sich auf einer Ausstellungsfläche von rund 2.000 m² und in 41 Räumen mit Medien wie Modellen, Filmen und Hörstationen zu einer anschaulichen Präsentation der künstlerischen Gestaltung von alten und neuen Gartenanlagen. Das Museum bietet damit einen umfänglichen Einblick in die Kulturgeschichte der Gärten von der Antike bis zur Gegenwart.

Dank der Lage zwischen einzelnen Gartenpartien und Schlossweiher sowie des in großen Teilen rekonstruierten Raumprogramms mit zahlreichen historischen Bauelementen wie Kaminen, Befeuerungsanlagen, Türen und Wandvertäfelungen bietet der ehemalige Gäste-, Diener- und Wirtschaftsflügel einen angemessenen Rahmen für eine Reise durch die Jahrhunderte europäischer Gartenkunst- und Benrather Schlossgeschichte.  

Die reizvolle Stimmung des Innenhofes mit seinem ungewöhnlichen Grundriss, seinen von hohen hölzernen Pfeilern gestützten Arkaden und der Sammlung historischer Zitrusbäume, die zwischen April und Oktober auf die dreihundertjährige Benrather Orangerietradition verweist, lädt vor allem während der Sommermonate zum Verweilen ein.

Unsere Sammlung: Frankenthaler Porzellan

Die Sammlung „Frankenthaler Porzellan“ der Stiftung Schloss und Park Benrath bietet einen umfassenden Überblick über die Porzellanproduktion und höfische Wohnkultur des 18. Jahrhunderts.
Die auf den Bauherrn Carl Theodor von der Pfalz und Schloss Benrath bezogene Sammlung spiegelt Leben und Ideengeschichte der höfischen Welt wider. Zugleich faszinieren die Porzellane durch ihre künstlerische Gestaltung und die besondere Qualität der Ausführung.

Die Niederländische Ostindien-Kompanie brachte im 17. und 18. Jahrhundert neben Seide, Gewürzen und Lackobjekten auch das an den fürstlichen Höfen gefragte Porzellan nach Europa. Porzellan galt als Luxusobjekt und wurde als „Weißen Goldes“ betrachtet, dessen Herstellung in Europa lange unbekannt war. In China bereits im 9. Jahrhundert erfunden, gelang es erst 1709 in Meissen die richtige Mischung aus Kaolin, Quarz und Feldspat zur Porzellanproduktion anzufertigen. Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus hatten auf Geheiß des sächsischen Kurfürsten Augusts des Starken entsprechende Experimente durchgeführt. Dank ihres Erfolgs konnte 1710 die erste europäische Porzellanmanufaktur in Meissen gegründet werden, die bald viele Nachahmer fand.
In Straßburg-Hagenau bestand bereits seit 1721 eine Fayence-Manufaktur, die mit ihrem Begründer und Leiter Karl Franz Hannong erfolgreich produzierte und ab 1751 auch Hartporzellan herstellte. Die Bedingungen erschwerten sich jedoch nach einem Dekret, das es nur höfischen Manufakturen erlaubte dieses Luxusgut zu erzeugen. Hannong wurde 1755 am pfälzischen Hof Carl Theodors vorstellig und ersuchte bei ihm um die Konzession. Die Produktionsstätte wurde eine leerstehende Dragonerkaserne in Frankenthal, nahe bei Mannheim. Bereits im selben Jahr konnte Hannong „Frankenthaler Porzellan“ präsentieren. 


Wie ausnahmslos alle Adelsfamilien in Europa, schmückte der Kurfürst seine Tafel gerne mit prunkvoller Ausstattung und erteilte Aufträge ab 1762 an seine eigene Manufaktur. Als Carl Theodor 1777, nun mit dem Titel Kurfürst von Bayern und der Pfalz ausgezeichnet, seine Residenz nach München verlagert hatte, übernahm er auch die Manufaktur Nymphenburg, ließ aber weiter in Frankenthal fertigen. So beauftragte er die Frankenthaler Manufaktur mit der Herstellung des Porzellans anlässlich der Krönung König Leopolds II. 1790 in Frankfurt. Bis zu Carl Theodors Tod wurde die Manufaktur unter wechselnden Besitzverhältnissen weitergeführt. Mit der Urkunde vom 27. Mai 1800 löste sein Nachfolger Kurfürst Max IV. Joseph die Manufaktur endgültig auf. Einige der vormals Frankenthaler Modelle wurden ab 1900 in Nymphenburg wiederaufgegriffen und neu ausgeformt.

Miniaturnachbildung eines Gartenentwurfs von Maximilian Friedrich Weyhe

Gartenentwurf von Maximilian Friedrich Weyhe

Skulpturen von Kindern in Jagdkleidung.

Die Jagd als festliches Vergnügen

Zwei Skulpturen aus dem Barockgarten.

Bildprogramme im Barocken Garten

Zwei große weiße Skulpturen aus der Barockzeit.

Barocke Gartenkunst im Museum

Miniaturnachbildung der Villa Capra bei Vincenza von Andrea Palladio

Villa Capra bei Vincenza von Andrea Palladio

Innenhof des Ostflügels mit Grünpflanzen und Bäumen in Kübeln.

Zitruspflanzen im Innenhof des Museums