DIE WANDERFISCHE DES RHEINS UND IHRE RÜCKKEHR

Die Sonderausstellung „Die Wanderfische des Rheins” im Naturkundemuseum auf Schloss Benrath, widmet sich der faszinierenden Biologie von Lachs, Aal, Stör, Maifisch und anderen Wanderfischarten und erzählt die Geschichte ihres Verschwindens und Wiederkehrens im Rhein.

Ausstellungsflyer
Ausschnitt aus dem Ausstellungsposter Die Wanderfische des Rheins

Laufzeit: Ab 10. Oktober 2025

Die Ausstellung zeigt bildhaft, wie Überfischung, Verschmutzung und der Ausbau des Rheins zum Verschwinden dieser Arten geführt haben. Gleichzeitig dokumentiert sie die erfolgreichen Bemühungen der letzten Jahrzehnte, unter anderem durch Projekte wie „Lachs 2000“, dank derer heute wieder 71 Fischarten im Rhein leben.
 

DER RHEIN VERBINDET

Die Sonderausstellung ist Teil des niederländisch-deutschen Interreg-Projekts „Der Rhein verbindet“ (2022–2026). In diesem Rahmen arbeiten Partnerorganisationen aus beiden Ländern gemeinsam daran, den Rhein als ökologisch wertvollen Lebensraum zu stärken und die ökologische Vielfalt im Rhein zu fördern. Das Teilprojekt „Der gesunde Rhein“ beschäftigt sich mit Plastikmüll, Fischverletzungen durch Schifffahrt und der Wiederansiedlung von Wanderfischen. Das Projekt verfolgt das Ziel die Zahl der Wanderfische zu erhöhen. Dazu werden Wanderwege erforscht und Jungfische ausgesetzt. Bis auf den Europäischen Stör sind alle Wanderfische wieder im Rhein vertreten.


DIE UNGEWISSE ZUKUNFT DES EUROPÄISCHEN STÖRS

Das Projekt „Der gesunde Rhein“ verfolgt auch den Europäischen Stör zum Rhein zurückzubringen, indem junge Störe mit Sendern ausgesetzt werden. Ob sich eine stabile Population entwickeln kann, ist jedoch ungewiss, da es noch an ausreichenden Nachzuchten fehlt. Erforderlich sind außerdem ein hindernisfreier Rhein, genügend Kiesbänke, mehr Nahrung für Jungstöre, Schutz vor Schiffsschrauben, eine gesunde Flussmündung, weniger Müll in der Nordsee und Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels.