Eva Rubinstein. Proof of Life

Mit großer Sensibilität für Menschen, Räume und Erinnerungen zählt Eva Rubinstein zu den bedeutenden Stimmen der internationalen Fotografie des 20. Jahrhunderts. Die Sonderausstellung Proof of Life präsentiert eindrucksvolle Porträts, Interieurs und fotografische Serien, die von Identität, Vergänglichkeit und den Spuren gelebten Lebens erzählen.

Ausstellungsflyer
Schwarz-weiß Fotografie eines Spiegels in dem ein Bett zusehen ist

Laufzeit: 4. September bis 29. November 2026
Die Vernissage findet am 2. September um 19 Uhr im Innenhof des Ostflügels im Museum für Gartenkunst von Schloss Benrath statt. Der Eintritt ist frei.

Die Fotografin Eva Rubinstein (*1933, Buenos Aires) gehört zu den außergewöhnlichen Persönlichkeiten der internationalen Fotografie. Als Tochter des berühmten Pianisten Artur Rubinstein und der polnischen Balletttänzerin Aniela Rubinstein, geborene Młynarska, wuchs sie in einem von Kunst, Musik und kulturellem Austausch geprägten Umfeld auf. Ihr Lebensweg führte sie von Paris über Kalifornien nach New York und spiegelt die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 20. Jahrhunderts wider.

Die Ausstellung Proof of Life zeigt einen umfassenden Einblick in ihr fotografisches Werk. Rubinsteins Bilder richten den Blick auf das Unspektakuläre: auf Menschen, Räume, Licht und die Spuren, die Zeit und Erinnerung hinterlassen. Ihre Fotografien erzählen nicht von großen Ereignissen, sondern von den leisen Momenten dazwischen - von Nähe, Abwesenheit und der Fragilität menschlicher Erfahrung.

Besondere Aufmerksamkeit gilt ihren einfühlsamen Porträts, in denen Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur ebenso erscheinen wie Kinder, Arbeiterinnen und Menschen des Alltags. Mit großer Zurückhaltung und Empathie gelingt es Rubinstein, Augenblicke festzuhalten, in denen sich etwas Wesentliches über ihre Gegenüber offenbart.

Ebenso charakteristisch sind ihre Interieurs. Leere Zimmer, Möbelstücke oder Lichtspuren werden zu Resonanzräumen von Erinnerung und Geschichte. Die Abwesenheit von Menschen wird dabei ebenso spürbar wie ihre einstige Präsenz. Rubinsteins Fotografien laden dazu ein, genauer hinzusehen und den Geschichten nachzuspüren, die in Räumen, Gesichtern und Dingen verborgen liegen.

Ein wichtiger Teil ihres Werkes entstand in den 1980er Jahren in Polen, dem Herkunftsland ihrer Eltern. Dort setzte sie sich fotografisch mit Fragen von Herkunft, Erinnerung und kultureller Identität auseinander. Ihre Bilder bewegen sich dabei zwischen Vertrautheit und Fremdheit und eröffnen einen vielschichtigen Blick auf persönliche und kollektive Geschichte.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Galerie Clara Maria Sels.

Kurator und Kuratorin: Prof. Dr. Stefan Schweizer und Dr. Silke Tofahrn

Weitere Informationen und Eindrücke zu Eva Rubinstein und Ihren Werken finden Sie in unserem digitalen Flyer zur Sonderausstellung.